

Ayassa, ein
reisefreudiges Ensemble aus Hannover, spielt am liebsten rein akustisch und zeigt sich seit 2003 zu Kioskeröffnungen und anderen nationalen und internationalen Veranstaltungen. Zum Beispiel zum “Creole” Weltmusikwettbewerb oder zum
großen Flößerfest in Lychen (Uckermark). An einem lauen Sommerabend, über einen spiegelglatten See, musizierend, auf einem großen Floß mit seinem Publikum dahin treiben - wunderbar! Oder in dem rumänischen Bergdorf, am Ende der Straße,
die Kneipe neben der Goldmine - da war was los! Die kleine überfüllte Schänke in der ungarischen Pusta - Mann-o-mann. ...
Sie nehmen sich Klezmer, Gypsy- und Balkanmusik als Ausgangspunkt für ihre musikalischen Streifzüge, mit
Freude und Schmerz, Verliebtheit und wilder Leidenschaft.
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Ihre Melodien sind freudig und tänzerisch, melancholisch-versonnen oder tragisch-expressiv, manchmal feierlich, manchmal wüsten-wild. Ihr Publikum nehmen sie mit auf einen lustvollen Spaziergang durch die Welt der jiddischen Tanz- und Volkslieder, Tangos, Walzer, Balkan-Tänze, Gypsy-Swing und Sinti-Lieder. Zum Repertoire gehören auch immer mehr eigene Kompositionen.
Das Quintett rührt in einer pikanten Sound-Sauce, abgeschmeckt mit russischen, deutschen, rumänischen, mazedonischen, jüdischen und arabischen Gewürzen.
Die Lieder erzählen zum Beispiel von ”Schlawienern” und
Überlebenskünstlern, die alle eins gemeinsam haben: Den Einfallsreichtum, mit dem sie – jeder auf seine Weise – der Armut zu Leibe rücken und ihren Verfolgern entkommen.
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Klezmer ist im Ursprung die Musik osteuropäischer Juden, dargeboten auf Festen aller Art von umherziehenden Musikern. Musik die tanzt, singt, die
Freude und Trauer des Lebens zum Ausdruck bringt. Als jiddisches Wort bezeichnet "Klezmer" (Mehrzahl ”Klezmorim") den jüdischen Musikstil und den Musiker, der diese Musik macht. "Klezmer" setzt sich aus den
althebräischen Wörtern "kley" (Werkzeug) und "zemer" (musizieren) zusammen. Mit dem Wort Klezmer verband sich die Vorstellung, der "Klezmer"
sei kein eigentlicher Musiker, sondern ein Werkzeug, durch den Gott sich direkt mitteilen kann.
Bei zahlreichen Vertreibungen verbreitete sich die Klezmermusik in weite
Gebiete Osteuropas – zwischen Polen und dem Schwarzen Meer - bis hin zu den jüdischen Ghettos des neunzehnten Jahrhunderts und anschließend durch die jüdische Massenemigration nach Amerika bzw. die USA.
Die Musik lud nicht nur zum Tanzen ein, sie gab dem Fest auch seine Struktur und half allen Beteiligten, in der komplexen Zeremonie ihre typische Rolle zu spielen.
Da die Musik fast nie aufgeschrieben, sondern durch Hören und Mitspielen oder Nachspielen weitergegeben wurde, veränderte sie sich schnell und nahm fremde Einflüsse auf. Die Juden, fern ihrer Heimat, verbanden ihre
traditionellen hebräischen Gesänge, jiddische Lieder und traditionellen Tänze mit der Musik ihrer neuen Heimat. Die Klezmorim waren auf ihrem Gebiet professionelle Musiker, obwohl sie keinen Zugang zur akademischen
Musik-Ausbildung hatten. Sie zogen, auch mit nicht-jüdischen Musikern zusammen, durchs Land und hatten oft neben der Musik noch andere Berufe. Um 1900 wurde "Klezmer" eine abwertende Bezeichnung für Musiker, die keine
Noten lesen konnten: "Wenn du mich vor fünfunddreißig Jahren einen Klezmer genannt hättest, hätte ich dir eine runtergehauen" (Max Epstein, 1991).
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цыган Балкан цыганской музыка